Longlife-Service: Motorschäden in den Alpen
Warum Longlife-Intervalle dem Motor schaden können

Lange Wechselintervalle beim Longlife-Service klingen bequem, können Ihrem Motor aber deutlich schaden – besonders in Tirol und anderen Alpenregionen. Häufige Kaltstarts, kurze Strecken, starke Steigungen und hohe Last beim Bergfahren belasten das Motoröl extrem. Es altert schneller, verdünnt sich durch Kraftstoffeintrag und verliert seine Schmier- und Schutzwirkung. Die vom Hersteller angegebenen Maximalintervalle basieren oft auf idealen Laborbedingungen, nicht auf realem Alpen-Alltag mit Staus, Anhängerbetrieb oder Wintersportfahrten.
Viele Experten, Mechaniker und Automobilclubs raten daher, die vom Hersteller oft sehr lang angesetzten Ölwechselintervalle (teilweise 30.000 km oder mehr) nicht voll auszureizen, sondern das Motoröl öfter zu wechseln. Um die Lebensdauer Ihres Motors um ein vielfaches zu erhöhen.
Unser Hauseigenes Motor Checkup ist ein chemisches Analyse- und Auswertesystem, das den Zustand von Motorenölen, Bremsflüssigkeiten und Getriebeöl anhand nur eines Tropfens Flüssigkeit bestimmt. Es ermöglicht, ohne Zerlegung des Motors Defekte, Verschmutzung (Ruß) und den Grad des Verschleißes (Wasser/Treibstoff im Öl) zu identifizieren, ähnlich einer Blutanalyse beim Arzt.
Wichtige Fakten zum Motor Checkup:
- Funktionsweise: Ein Öltropfen wird auf ein Testpapier aufgebracht, trocknet und wird (mittels Scanner/App) analysiert.
- Erkannte Mängel: Der Test identifiziert Wasser/Kühlwasser (Glykol), Treibstoff, Ruß und den allgemeinen Zustand des Öls.
- Anwendungsbereich: Geeignet für alle 4-Takt-Motoren (Diesel/Benzin).
- Vorteile: Frühzeitiges Erkennen von Schäden, Vermeidung teurer Reparaturen und Einsatz bei Gebrauchtwagenkäufen zur Risikominimierung.
- Auswertung: Das Ergebnis zeigt an, ob der Motor "gesund" ist (grün) oder eine Werkstattprüfung (gelb/rot) benötigt.


Wird das Öl zu selten gewechselt, steigt der Verschleiß an Lagern, Turbolader und Steuerkette, Ablagerungen können sich bilden und der Ölverbrauch nimmt zu. Gerade moderne, hochaufgeladene Motoren reagieren darauf empfindlich. In bergigen Regionen ist daher ein verkürztes, festes Wechselintervall – zum Beispiel alle 10.000–15.000 km oder einmal jährlich – deutlich sinnvoller als das Ausreizen der Longlife-Anzeige. So bleiben Schmierung, Kühlung und Korrosionsschutz optimal, und teure Motorschäden lassen sich vermeiden.


Hier sind die Hauptgründe:
- Extreme Temperaturunterschiede & Kaltstarts: In Bergregionen sind die Winter kälter. Häufige Kaltstarts führen dazu, dass das Öl länger braucht, um seine optimale Betriebstemperatur zu erreichen. Dies begünstigt Ölverdünnung durch unverbrannten Kraftstoff, der die Schmierfähigkeit drastisch senkt.
- Hohe mechanische Belastung: Passfahrten und steile Anstiege bedeuten Dauerstress für den Motor. Bei hoher Last unter dünnerer Luft entstehen höhere Temperaturen im Triebwerk, was das Öl schneller altern lässt und zur Bildung von Ölschlamm und Verkokungen führen kann.
- Kurzstrecken-Problematik: In Tälern sind Fahrten oft kurz (z.B. zum nächsten Dorf). Dabei verdunstet kondensiertes Wasser im Öl nicht, was zu Korrosion und Schlammbildung führt.
- Verschleiß der Additive: Die im Longlife-Öl enthaltenen Schutzzusätze (Additive) werden unter diesen Extrembedingungen deutlich schneller verbraucht, als das Standard-Intervall vorsieht.

