VW Getriebe: Zentralausrücker und hängendes Kupplungspedal
VW Getriebe & Zentralausrücker – Hilfe bei Kupplungsproblemen
Wenn bei Ihrem VW mit Getriebe und Zentralausrücker das Kupplungspedal am Boden liegen bleibt, deutet das meist auf ein Problem im Hydrauliksystem oder am Zentralausrücker selbst hin. Häufige Ursachen sind undichte Geber- oder Nehmerzylinder, Luft im System, verschlissene Dichtungen oder ein defekter Zentralausrücker im Getriebe. Lassen Sie Bremsflüssigkeitsstand, Leitungen und Dichtheit sorgfältig prüfen und die Anlage fachgerecht entlüften. Bei anhaltenden Problemen sollte das Getriebe ausgebaut und der Zentralausrücker zusammen mit der Kupplungseinheit kontrolliert und gegebenenfalls erneuert werden.

Fahren Sie mit einem Kupplungspedal, das unten bleibt, möglichst nicht weiter, um Folgeschäden am Getriebe zu vermeiden.
Eine Werkstatt kann mit einer Sichtprüfung, einem Dichtigkeitstest und einer Probefahrt schnell eingrenzen, ob nur entlüftet oder ob der Zentralausrücker ersetzt werden muss. Notieren Sie Symptome wie Geräusche beim Kuppeln, schwammiges Pedalgefühl oder Flüssigkeitsverlust unter dem Fahrzeug. Diese Hinweise helfen dem Fachbetrieb, die Ursache schneller zu finden und eine sichere, dauerhafte Reparatur durchzuführen.

Der Einbau einer SAC-Kupplung (Self-Adjusting Clutch) und die Prüfung des Zweimassenschwungrads (ZMS) erfordern Präzision und spezielles Werkzeug, um eine korrekte Funktion der Selbstnachstellung sicherzustellen. 1. Zweimassenschwungrad (ZMS) vermessen Bevor die neue Kupplung montiert wird, muss das ZMS auf Verschleiß geprüft werden.
- Sichtprüfung: Achte auf Anlauffarben (Blaufärbung deutet auf thermische Überlastung hin), Fettaustritt oder lose Auswuchtgewichte.

- Freiwinkel (Verdrehwinkel): Die Sekundärmasse wird gegen die Primärmasse verdreht, bis der Federwiderstand spürbar ist. Mit einer Gradscheibe wird der Winkel gemessen (oft im Bereich von 15–30°, je nach Fahrzeugtyp). Alternativ können die Zähne des Anlasserkranzes gezählt werden.
- Kippspiel: Prüfe das axiale Spiel der Sekundärmasse zur Primärmasse. Mit einer Messuhr sollte der Wert meist 0,25 mm nicht überschreiten, um Lagerschäden auszuschließen.

2. SAC-Kupplung einbauenDer wichtigste Punkt: Eine SAC-Kupplung muss gegenkraftfrei montiert werden, damit sich der Nachstellring in der Druckplatte nicht vorzeitig verstellt.
- Vorbereitung: Reinige die Reibfläche des ZMS gründlich. Prüfe die neue Kupplungsscheibe auf Seitenschlag (max. 0,5 mm).
- Zentrieren: Setze die Kupplungsscheibe mit einem passenden Zentrierdorn ein. Achte auf die Einbaurichtung (Beschriftung "Getriebeseite" beachten).
- Vorspannen (Spezialwerkzeug): Setze das SAC-Vorspanngerät (z. B. von Schaeffler REPXPERT) auf. Drehe die Spindel ein, bis die Membranfeder der Druckplatte vollständig entlastet bzw. vorgespannt ist.
- Verschrauben: Drehe die Befestigungsschrauben der Druckplatte handfest ein und ziehe sie über Kreuz mit dem vorgeschriebenen Drehmoment fest.
- Entspannen: Löse das Vorspanngerät erst, wenn alle Schrauben fest sitzen. Falls ein Arretierstück (Transport-Sicherung) vorhanden ist, entferne dieses erst nach der vollständigen Montage.


Wichtig: Ein Einbau ohne Spezialwerkzeug führt fast immer dazu, dass die Kupplung später rupft oder nicht richtig trennt, da der Nachstellmechanismus "denkt", die Kupplung sei bereits verschlissen.

