News 

Neuwagengarantie: Lassen Sie sich nicht auf's Glatteis führen!

Viele Autofahrer lassen sich immer wieder von Falschinformationen aus der Werbung und dem Internet verunsichern: Sie glauben zum Erhalt der Neuwagengarantie müssten Sie ihr Auto zur Inspektion in eine Vertragswerkstatt bringen. Selbst die Verbraucherzentralen, die eigentlich im Sinne des Verbrauchers aufklären sollten, übernehmen oft falsche Formulierungen. Derartige Gerüchte über den Garantieerhalt haben jedoch nichts mit der Wahrheit zu tun.

Entscheidend für den Erhalt der Garantie ist nicht - und das gilt für Neuwagengarantien genauso wie für Gebrauchtwagengarantien -, in welchem Betrieb die Inspektionen durchgeführt wurden. Ausschlaggebend ist lediglich, dass die Wartungs- und Reparaturarbeiten nach Herstellervorgaben durchgeführt werden. Und dazu ist auch ein unabhängiger Fachbetrieb in der Lage. Vor allem dann, wenn dieser sich auf eine oder mehrere Marken spezialisiert hat.

Schon im Mai 2010 hat die EU-Kommission klargestellt: Garantie und Gewährleistung bleiben auch erhalten, wenn die Inspektionen in einer freien Werkstatt durchgeführt wurden!

Die Serviceintervalle der meisten Fahrzeuge liegen zwischen einem und zwei Jahren. Außerdem gilt es im Regelfall eine bestimmte Laufleistung zu beachten, bei der die Inspektion fällig wird, auch wenn der vorgeschriebene Zeitraum noch nicht abgelaufen ist. Um die Garantieansprüche zu erhalten, ist es wichtig, dass Sie diese Intervalle einhalten. Auch nach Ablauf der Garantiezeit sollten Sie darauf achten, Ihr Auto in den vom Hersteller vorgegebenen Intervallen fachmännisch warten zu lassen, denn so werden mögliche Probleme frühzeitig erkannt und Sie haben länger Freude an Ihrem Auto.

Ihr Recht auf die freie Wahl der Werkstatt sollten Sie nutzen: In einer freien Werkstatt oder einem unabhängigen Spezialisten sparen Sie 20 bis 30 Prozent gegenüber den Wartungs- bzw. Reparaturkosten bei einem Vertragsbetrieb. Ein unabhängiger Betrieb muss keine Lizenzgebühren an den Fahrzeughersteller zahlen und keine teuren Gestaltungsauflagen für seine Geschäftsräume erfüllen. Stattdessen stehen dort nur Sie und Ihr Auto im Vordergrund.

Zu Ihren Rechten bei Gewährleistung, Garantie und Kulanz haben wir einen gesonderten Artikel erstellt.

Fazit:

Nutzen Sie guten Gewissens Ihr Recht zur freien Werkstattwahl. Entgegen dem, was von Fahrzeugherstellern und aufmerksamkeitshungrigen Medien teilweise behauptet wird, können Sie sich immer auf Ihre Garantie und Gewährleistungansprüche verlassen, wenn Sie Ihr Auto nach Herstellervorgaben warten lassen.

Saisonreifen statt Ganzjahresreifen

Der Trend zu Ganzjahresreifen hält weiter an. Die Verkaufszahlen belegen es: Immer mehr Pkws, Transporter und besonders SUVs sind mit Allwetterreifen unterwegs. Die Tendenz ist weiter steigend. Wie ist dieser Trend zu erklären? Sind Ganzjahresreifen eine wirkliche Alternative zu Saisonreifen für Winter und Sommer? Die AUTOFAHRESEITE.EU klärt Sie über die Vor- und Nachteile der Allround-Reifen auf.

Ganzjahresreifen erfreuen sich eines immer weitersteigenden Interesses. Dies macht sich sowohl bei der Nachfrage der Autofahrer als auch bei dem Angebot der Hersteller bemerkbar. Ein entscheidender Faktor am Boom: Seit gut fünf Jahren gab es in großen Teilen Deutschlands keinen echten Winter und damit winterliche Straßenverhältnisse - auch über eine länger anhaltende Zeit. Daher ist es nicht abwegig zu fragen, ob Winterreifen überhaupt notwendig sind.

Die Vorteile von Ganzjahresreifen liegen auf der Hand, obwohl man beim Neureifenkauf etwas tiefer in die Taschen greifen muss: Der Reifenwechsel zur jeweiligen Saison fällt weg, da überflüssig. Man muss keinen zweiten Reifensatz zwischenlagern, was womöglich mit Zusatzkosten verbunden ist.

Zudem spart man einen Satz Reifendrucksensoren, den bei jedem Wechsel müssen die Sensoren neu kalibriert werden. So spart man schlussendlich Geld und Zeit. Doch es gibt eben auch eine nicht zu vernachlässigende Kehrseite. Ganzjahresreifen stellen nur einen Kompromiss zu Sommer- und Winterreifen dar - wie viele Testergebnisse zeigen.


Sowohl im ADAC -Test, wo nur zwei Reifen ein befriedigend bekamen, als auch beim ACE-Reifentest, in dem lediglich drei von zehn Allwetterreifen das klare Prädikat "empfehlenswert" erhielten, zeigen, dass die Ganzjahresreifen weder von den Performanceeigenschaften noch von den Kosten her, die bessere Wahl sind - in vielen Fällen eher sogar im Gegenteil. Nach wie vor sind Ganzjahresreifen kostspieliger, da diese im Preissegment der Winterreifen liegen.

Das Problem: Ganzjahresreifen liegen zwar vor allem bei Schnee, Eis und Kälte auf dem Niveau von Winterreifen, sind auch teilweise mit dem Alpinsymbol und "M+S"-Zeichen versehen, haben jedoch auf trockener Fahrbahn bei Hitze die größten Nachteile. Denn sie bringen aufgrund der Gestaltung von Profil und der Lamelleneinstellung weniger Grip auf die Straße.

Zudem sind die Allwetterreifen von der Laufleistung her deutlich hinter den jeweiligen Saisonalreifen. Sie haben laut Erfahrung des Bundesverbandes Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V. (BRV) eine bis zu 30% geringere Laufleistung. Durch diese Gründe gleichen sich vermeintliche Mehrkosten für zusätzliche Felgen, Sensoren für das Reifendruck-Kontrollsystemen (RDKS) und mögliche Einlagerungskosten wieder aus. Je nach jährlichen Laufleistungen werden die Kosten schnell kompensiert.

Keine Kontrolle der Reifen

Ein nicht zu unterschätzender Nachteil hängt mit dem Reifenwechsel selbst zusammen. Da der Werkstattbesuch durch den nicht nötigen saisonalen Wechsel entfällt, wird dadurch auch nicht zweimal im Jahr in diesem Zusammenhang eine Überprüfung der Reifen durch das entsprechende Fachpersonal durchgeführt. Verschleißerscheinungen und der richtige Reifendruck nicht regelmäßig überprüft.

Gerade wenn der Reifen abgefahren ist und die erforderliche Mindestprofiltiefe von 1,6 mm nicht aufweist, ist mit einem Bußgeld von bis zu 75 Euro und einem Punkt in Flensburg rechnen. Daher empfehlen Sicherheitsexperten, zumindest einmal im Jahr die Ganzjahresreifen in einen Fachbetrieb einer Prüfung unterziehen zu lassen.

Fazit:

Trotz des anhaltenden Booms und den teilweise passabellen Testergebnissen empfiehlt die AUTOFAHRERSEITE.EU den Wechsel der Reifen für die jeweiligen Saison, um mit optimalen Eigenschaften auf die typischen Straßenverhältnisse unterwegs zu sein. Ganzjahressreifen eignen sich eher für Klein- und Kompaktwagen sowie Verteilerfahrzeuge mit relativ geringer Motorisierung und niedrigen Kilometerlaufleistungen im Jahr, die überwiegend in Ballungsgebieten und Großstädten bewegt werden - also in der Regel so genannte Zweit- und Drittfahrzeuge - geeignet sind. Ansonsten gilt: Sommerreifen im Sommer; Winterreifen im Winter. Vertrauen Sie also in jedem Fall Ihrem Kfz-Meister!

Quelle: AUTOFAHRERSEITE.EU; ADAC

Keine Überziehung der "Pickerl"-Untersuchung mehr

Die Nachfrist bei der §57a-Begutachtung oder auch "Pickerl"-Begutachtung war bisher so geregelt, dass nach dem gelochten Datum ein einheitlicher Überziehungszeitraum von vier Kalendermonaten erlaubt war. Ab dem 20. Mai 2018 gibt es diese einheitliche Nachfrist für viele Fahrzeuge und Anhänger nicht mehr. Es gilt dann nur eine Vorfrist von 3 Monaten. Welche Fahrzeuge betroffen sind und welche Übergangsfristen es gibt, haben wir für Sie recherchiert.

Für die Mehrheit der Fahrzeuge in Österreich wird sich an den Nachfristzeiträumen nichts ändern. Für sie gilt weiterhin ein Toleranzzeitraum von einem Monat vor dem gelochten Datum und vier Monate danach. Von der Änderung betroffen sind insbesondere folgende Fahrzeuge, die spätestens im gelochten Kalendermonat zur wiederkehrenden Begutachtung müssen:

  • Taxis, Rettungs- und Krankentransportfahrzeuge
  • Lkw über und unter 3,5 t hzG (Fahrzeugklassen N1, N2, N3)
  • Omnibusse (Fahrzeugklassen M2, M3)
  • Anhänger über 3,5 t hzG (Klassen O3, O4)
  • Zugmaschinen, selbstfahrende Arbeitsmaschinen und Transportkarren mit einer Bauartgeschwindigkeit über 40 km/h

Für diese Fahrzeuge gilt eine verlängerte Vorfrist von 3 Monaten. Das heißt, dass diese drei Monate vor dem gelochten Kalendermonat und spätestens im gelochten Kalendermonat die wiederkehrende Begutachtung absolvieren müssen! Dadurch verkürzt sich der Zeitraum, in dem die wiederkehrende Begutachtung absolviert werden kann, auf vier Monate. In der Übergangszeit kann sich der für die "Pickerl"-Begutachtung zur Verfügung stehende Zeitraum für den Einzelnen sogar noch weiter verkürzen.

Übergangszeitraum

Die Änderung des Toleranzzeitraumes erst am 20. Mai 2018 in Kraft. Bis dahin gelten die bisherigen Zeiträume. Ab Mai wird der Toleranzzeitraum in fünf Schritten angepasst, sodass ab September nur noch die Vorfrist von drei Monaten gilt und die Nachfrist komplett entfällt.

Übergangsfristen bei betroffenen Fahrzeugen im ÜberblickBegutachtungsintervalle und Toleranzen im Überblick

Weitere Neuerungen bei der "Pickerl"-Begutachtung

Ebenfalls neu bei der wiederkehrenden Begutachtung ist, dass Fahrzeuge, bei denen ein schwerer Mangel festgestellt wurde, nur noch zwei Monate genutzt werden dürfen und wenn Gefahr im Verzug besteht, kann die Behörde die Zulassung schon bei der Prüfung aufheben.

Außerdem ist es ab dem 20. Mai 2018 Pflicht bei den folgenden Fahrzeugen das Gutachten der letzten Untersuchung (§57a-Gutachten) im Fahrzeug mitzuführen:

  • Fahrzeuge der Klassen M2, M3 (Omnibusse mit mehr als 8 Sitzplätzen außer dem Fahrersitz)
  • Fahrzeuge der Klassen N2, N3 (Lkw über 3,5 t höchstzulässiges Gesamtgewicht (hzG)
  • Fahrzeuge der Klassen O3, O4 (Anhänger über 3,5 t hzG)
  • gewerblich genutzte Zugmaschinen der Fahrzeugklasse T5 mit einer bauartbedingten Höchstgeschwidigkeit von mehr als 40 km/h

Fazit

Für die meisten Fahrzeuge ändert sich an dem Toleranzzeitraum, der für die §57a-Begutachtung zur Verfügung steht, nichts. Sollten Sie allerdings von den Änderungen betroffen sein, müssen Sie sehr genau darauf achten, für welchen Monat die Begutachtung gelocht wurde. Sollte der Termin nach Mai liegen, beachten Sie die geänderten Toleranzzeiträume und planen Ihren Werkstattbesuch dementsprechend. Dabei sollten Sie im Besonderen beachten, dass Fahrzeuge die zwischen Mai und Juni zur Pickerl-Untersuchung müssen, nur einen Zeitraum von zwei Monaten für die Begutachtung zur Verfügung haben.

Freie Werkstattwahl auch bei Gebrauchtwagen-Garantie

Natürlich möchte man gerne, dass sein "Gebrauchter" seinen verkehrssicheren Zustand und seinen Wert behält. Dazu gehört dann auch, die regelmässigen Inspektionen und Wartungen am Fahrzeug durchführen zu lassen. Wie sieht es aus, wenn man den Wagen in einem Autohaus gekauft hat, die Wartung aber gerne in der freien Werkstatt seines Vertrauens durchführen lassen will?

"Schönes Auto", soll auch so bleiben ...

Deswegen bekommt es regelmässige Inspektionen und alle Wartungsarbeiten werden zeitnah durchgeführt. So bleibt der Wagen gut in Schuss und behält lange seinen Wert. Was ist jedoch mit meiner Gebrauchtwagengarantie, wenn ich zum Service, zur Inspektion und zur Wartung in meine Stammwerkstatt gehen will und nicht in den Betrieb, der mir das Auto verkauft hat?

Die Werkstattwahl bleibt frei

Die Meinung der Richter in Karlsruhe ist klar und eindeutig: der Kunde bezahlt schließlich für die Garantie, deshalb kann dieser auch entscheiden, in welche Werkstatt er geht.
Auch anderslautende Formulierungen im Kleingedruckten der Garantie können daran nichts ändern, denn: der Käufer eines Gebrauchtwagens mit zusätzlich erworbener Garantie kann die Werkstatt trotz anderslautender Angaben in den Garantiebedingungen frei wählen.
Damit entschied der Bundesgerichtshof in Karlsruhe, das Klauseln, die Garantieansprüche an Vertragswerkstätten des Herstellers binden, den Käufer benachteiligen und unwirksam sind (BGH - Urteil (Az: VIII ZR 206/12).

Garantie kostet Käufergeld

Dadurch, dass die Garantie dem Käufer nicht kostenfrei gewährt wird, sondern eingepreist ist oder extra berechnet wird, entstehen ihm Rechte. Unter anderem das Recht zur freien Werkstattwahl. Und die sollte man nutzen, denn, warum sollte man seine Wagen nicht dort warten lassen, wo man jahrelang hervorragend bedient wurde?

Wie kam es zu dem Urteil des BGH?

Ausschlaggebender Fall war der Käufer eines Pkw, der seinen Wagen in einem Autohaus gekauft hatte. Mit dem Erwerb des Fahrzeugs erhielt er eine einjährige Gebrauchtwagen-Garantie. Nach einigen Monaten trat ein Defekt an der Ölpumpe des Fahrzeugs auf.
Die Kosten der Reparatur müssen laut dem BGH Urteil von der beklagten Versicherung beglichen werden. Begründet haben die Richter in Karlsruhe ihr Urteil damit, dass die Garantie vom Kläger bezahlt wurde.
2006 erklärte der Bundesgerichtshof bereits eine andere Garantieklausel beim Gebrauchtwagenkauf für rechtswidrig (VIII ZR 251/06): Dabei sollte die Regulierung von Schäden durch die garantiegebende Versicherung davon abhängig gemacht werden, dass alle, vom Autohersteller empfohlenen Servicearbeiten durchgeführt werden müssten.
Hierzu entschieden die Richter jedoch, dass die Versicherung die Abwicklung des Schadens nur dann ablehnen darf, wenn die vom Versicherungsnehmer nicht durchgeführte Wartung ursächlich für den eingetretenen Schaden ist. Hat der Schaden also nichts mit den versäumten Wartungsarbeiten zu tun, dann muss auch in diesem Fall die Garantie für den Schaden aufkommen.

Fazit

Das wäre ja ein Unding gewesen: man bezahlt für eine Garantie, bekommt jedoch im Schadenfall keine Leistung. Fest gebunden an Werkstätten des Händlernetzes wäre man seiner Rechte auf die freie Werkstattwahl beschnitten worden. Jetzt ist jedem wieder selbst überlassen, welche Kfz-Betriebe man mit der Wartung und Inspektion seines Wagens beauftragt. Der oberste Deutsche Gerichtshof hat im Sinne der Verbraucher entschieden. Wir finden das sehr begrüßenswert!

Motorkontrollleuchte - was tun, wenn sie leuchtet?

Spätestens seit Ende der 1990er Jahre sind so gut wie alle Neufahrzeuge mit einer Motorkontrollleuchte ausgestattet. Sie ist Teil des fahrzeugeigenen Diagnosesystems OBD2. Dieses System überwacht wichtige Funktionen des Motors und der Abgasreinigung. Die On-Board-Diagnose soll es Prüforganisationen ermöglichen, schnell und einfach zu überprüfen, ob das Fahrzeug korrekt arbeitet und somit die einschlägigen Abgasvorschriften einhält. Außerdem soll es die Werkstatt bei der Fehlersuche unterstützen.

Wird die Zündung eingeschaltet, leuchtet die Motorkontrollleuchte bis zum Starten des Motors auf. Dies dient zum Test der Leuchte. Ist sie beim Start nicht zu sehen, muss sie repariert werden.

Die Motorkontrollleuchte zeigt einen Fehler im Steuergerät an

Leuchtet die Motorkontrollleuchte nach dem Motorstart weiter, bedeutet dies, dass das bordeigene Diagnosesystem einen Fehler festgestellt hat. Dieser wird unter einem spezifischen Code im Speicher des Motorsteuergerätes abgespeichert und kann, mit der entsprechenden Hard- und Software, ausgelesen werden.

Ohne eine umfangreiche Fehlersuche oder zumindest ohne das Auslesen des Fehlerspeichers lässt sich nicht sagen, welcher Fehler zum Aufleuchten der Motorkontrollleuchte geführt hat. Prinzipiell können zahlreiche Bauteile dafür verantwortlich sein. Über die Motorkontrollleuchte zeigen die Steuergeräte des Fahrzeugs nur an, dass bestimmte Mess- und Sensorwerte außerhalb der erwarteten Parameter liegen.

Die Ursache kann nur die Werkstatt feststellen!

Daher empfiehlt sich, statt der Fehlersuche in Eigenregie, den Weg in Ihre unabhängige Kfz-Werkstatt anzutreten, denn diese verfügt nicht nur über das richtige Diagnosewerkzeug. Die Fachleute dort können das Ergebnis der Diagnose richtig einordnen und bewerten. Es ist nämlich nicht so, dass der gespeicherte Fehler eindeutig und unmissverständlich ist. Im Gegenteil: Ein und derselbe Fehler im Diagnosespeicher kann eine Vielzahl verschiedener Ursachen haben.

Im Regelfall besteht bei einem Aufleuchten der Motorkontrollleuchte keine unmittelbare Gefahr für den Motor. Dennoch sollte in dieser Situation besonders schonend weitergefahren und, so bald wie möglich, eine Werkstatt aufgesucht werden. Anders sieht es aus, wenn die Motorkontrollleuchte durchgängig blinkt. In diesem Fall liegt ein schwerwiegender Fehler vor, der schnell zu teuren Folgeschäden, wie einem Defekt des Katalysators führen kann. Daher sollte in diesem Fall unmittelbar eine Werkstatt aufgesucht werden.

Man sollte sich nicht blind auf die Warnleuchten seines Autos verlassen!

Die Motorkontrollleuchte informiert den Fahrer nicht über alle Probleme mit dem Fahrzeug! Wenn beispielsweise eine zu hohe Motortemperatur oder einen Ölmangel vorliegt, bleibt die Motorkontrolleuchte häufig aus. Um diese Probleme anzuzeigen, verfügt das Fahrzeug gegebenenfalls über eigene Warnleuchten. Davon auszugehen, dass das Fahrzeug in einwandfreiem Zustand ist und keine Probleme auftreten können, nur weil die Motorkontrollleuchte keinen Fehler anzeigt, wäre ein Trugschluss.

Fazit:

Das Leuchten der Motorkontrollleuchte allein ist kein Grund zur Panik. Es zeigt jedoch an, dass das Fahrzeug ein Problem mit dem Motor oder der Abgasreinigung festgestellt hat und zur Überprüfung in die Werkstatt gebracht werden sollte. Vor vielen Problemen warnt die Motorkontrollleuchte den Fahrer jedoch nicht. Die Tatsache, dass ein Fahrzeug mit einem bordeigenen Diagnosesystem ausgestattet ist, ist dies kein Grund auf die regelmäßige Wartung und Überprüfung in der Fachwerkstatt zu verzichten.